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PRESSEINFORMATION

"InfoSCHUL hat die nächste Stufe auf dem Weg zur Verbreitung mit Bravour genommen. Das Einbeziehen von Schulleitern, Schulträgern sowie der Kultusministerien und pädagogischen Landesinstitute der Bundesländer kann und wird unsere Bemühungen um eine weitere Verbreitung von InfoSCHUL erheblich unterstützen", so das Workshop-Resümee von Hartmut Koch, dem fachlichen Projektkoordinator von InfoSCHUL, einer Fördermaßnahme von "Schulen ans Netz".

Ziel des Workshops "InfoSCHUL - Erfolgsmodell auf dem Weg zur Verbreitung", der am 11. und 12. März 1999 im Bildungszentrum Südwest der Deutschen Telekom in Stuttgart stattfand, war es, die vielfältigen Erfahrungen und Ergebnisse der InfoSCHUL-Projekte zum pädagogisch sinnvollen Einsatz multimedialer Informationsquellen im Unterricht in Richtung einer Sicherung des Erreichten und weiteren Verbreitung zu erschließen. Durch Beteiligung von Vertretern der InfoSCHUL-Projektgruppen, ihrer Schulleitungen und Sachaufwandsträger, der Landeskultusministerien und pädagogischen Landesinstitute sowie wichtiger Informationsanbieter gelang es, eine breite Basis für diesen Prozeß schaffen.

Drei Berichte aus der InfoSCHUL-Praxis zeigten den mehr als 100 Teilnehmern die besonderen Chancen des Einsatzes multimedialer Informationsquellen für den Unterricht in der Sekundarstufe II auf.

  • "Durch den Einsatz von Online und Multimedia verändern sich nicht nur die Lerninhalte, sondern auch die Lernziele. Der Unterricht wird ergebnisorientierter, der Lerngegenstand verliert an Absolutheit. Soziales Lernen wird eindeutig gefördert" stellte Hans-Dieter Weiß, Leiter des InfoSCHUL-Projekts an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg, fest. Im Mittelpunkt seines Projekts stehen die multimediale Texterschließung und die Produktion einer Lern-CD-ROM am Beispiel des Romans "Das Parfüm" von Patrick Süskind.
  • Dr. Michael Alperowitz, Leiter des InfoSCHUL-Projekts "Ovids Metamorphosen als multimediales Ereignis" am Friedrich-Ebert-Gymnasium Sandhausen, ging bei seiner Präsentation auf die Möglichkeiten eines Transfers von Ergebnissen und Erfahrungen aus der Projektarbeit ein. "Ich habe bei meinem Lateinprojekt problemlos auf den Vorkenntnissen und Erfahrungen eines Kollegen aus den Fächern Physik und Mathematik aufsetzen können. Dabei haben die vielfältigen fächerübergreifenden Aspekte die fachspezifischen Elemente deutlich überwogen", so sein Statement.
  • Ein wesentliches Element des Praxisberichts von Kay Balla, InfoSCHUL-Projektleiter der Berufsbildenden Schulen Köthen, war das Aufzeigen von erfolgversprechenden Wegen für die Kooperation mit regionalen Partnern. Sein Projekt hat sich die breite Verankerung der Nutzung elektronischer und multimedialer Informationsquellen im Unterricht möglichst vieler Fächer der Fachoberschule zum Ziel gesetzt, mit entsprechender Unterstützung durch Partner aus der Region. Sein Konzept ist aufgegangen, Balla: "Eine hohe Qualität der Ausbildung in Sachen Multimedia ist auch für die Wirtschaft wichtig. Dies ist für viele Betriebe ein interessantes Argument für Educational Sponsoring".

Die vorgestellten Beispiele aus Projekten in den Unterrichtsfächern Deutsch, Latein sowie Verwaltung und Rechtspflege zeigten dabei deutlich, daß eine große Bandbreite der Unterrichtsfächer von den modernen Medien profitieren können.

In insgesamt sechs Arbeitsgruppen wurden Themen wie die Organisation von multimedia-orientiertem Unterricht, damit im Zusammenhang stehende Fragen der Leistungsbewertung, die Bezahlbarkeit von Informationsdienstleistungen u.v.m. intensiv erörtert. Aus der konstruktiven Zusammenschau der bundesweit einzigartigen Kompetenz-Konzentration wurde eine Reihe von Ansatzpunkten für anstehende Arbeiten definiert. Sie können nunmehr als aus der Praxis erwachsene fundierte Signale von den Verantwortlichen im Bund sowie in den Kultusministerien und pädagogischen Landesinstituten aufgegriffen und umgesetzt werden.

Ein weiteres Highlight des Workshops war der Vortrag "Wege zur Schaffung eines innovativen Klimas in Schulen" von Peter Landsberg, Vorsitzender des Vereins "Baden-Württemberg: Connected e.V." und die daran anschließende rege Diskussion zum Thema. Die Vorstellung von "Lehrer-Online", eines neuen Dienstes von Schulen ans Netz e.V., und die Diskussion einer Verbindung von InfoSCHUL mit "Lehrer-Online" rundeten das Programm ab.

Veronika Pahl, Leiterin der Abteilung "Allgemeine Bildung/Berufliche Bildung" im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), sprach den InfoSCHUL-Projektgruppen ihre Anerkennung für die geleistete erfolgreiche Arbeit aus und bestätigte den selbstgesteckten Anspruch des Erfolgsmodells InfoSCHUL. Dr. Peter Mecking, für InfoSCHUL zuständiger Referent im BMBF, lobte das außergewöhnlich große Engagement der an InfoSCHUL beteiligten LehrerInnen und SchülerInnen. Die nun anstehende dritte Förderphase von InfoSCHUL bekräftige die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Auch Dr. Detlef Garbe, Geschäftsführer von Schulen ans Netz e.V., zeigte sich beeindruckt von den InfoSCHUL-Ergebnissen, sie hätten die Erwartungen voll erfüllt.

In seinem Schlußwort zeigte sich Hartmut Koch davon überzeugt, daß der mit dem Stuttgarter Workshop begonnene Dialog weiter fortgesetzt werden muß und kann.

InfoSCHUL ist die Kurzbezeichnung für die Sonderfördermaßnahme "Nutzung elektronischer und multimedialer Informationsquellen in Schulen" im Rahmen der Initiative "Schulen ans Netz" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Telekom AG.

  • Insgesamt 91 Modellprojekte der ersten Phase InfoSCHUL 1 im Schuljahr 1997/98 haben gezeigt, wie elektronische und multimediale Informationsquellen im Unterricht und beim selbständigen Arbeiten der Schüler - im Kontext mit herkömmlichen Lehr- und Lernmaterialien - pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden können.
  • Im laufenden Schuljahr 1998/99 werden in einer zweiten Phase 43 erfolgreiche Referenzprojekte auf andere Unterrichtsfächer, in die Lehreraus- und -fortbildung oder in eine Kooperation mit Informationsanbietern, z.B. Schulbuchverlagen, übertragen. Der Verlauf der bisherigen Projektarbeiten läßt auch hier gute Ergebnisse erwarten, die wiederum in der Breite eingesetzt werden können.

InfoSCHUL wird über das Internet dokumentiert und begleitet. Für Interessierte stehen Informationen unter http://www.scientificconsulting.de/infoschul zur Verfügung.

Die Maßnahme InfoSCHUL wird u.a. von folgenden Anbietern elektronischer und multimedialer Informationsquellen durch großzügige Angebote unterstützt: DIMDI - Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information, Köln; Deutsches Patentamt, München; Fachinformationszentrum Karlsruhe/STN International, Karlsruhe; FIZ CHEMIE BERLIN - Fachinformationszentrum Chemie GmbH, Berlin; FIZ Technik - Fachinformationszentrum Technik e.V., Frankfurt/Main; GBI - Gesellschaft für Betriebswirtschaftliche Information mbH, München; infoware Gesellschaft für Informationstechnik mbH, Köln; juris - Juristisches Informationssystem für die Bundesrepublik Deutschland, Saarbrücken; LEXIS-NEXIS Information Services GmbH, Frankfurt/Main; Umweltbundesamt, Berlin; Verlag Buchhändler-Vereinigung GmbH, Frankfurt/Main. Die einzelnen Projekte können darüber hinaus auf die Hilfe einer Vielzahl regionaler Sponsoren zählen.

Weitere Informationen erteilt gern:
Dipl.-Ing. Hartmut Koch
Fachlicher Projektkoordinator InfoSCHUL
c/o SCIENTIFIC CONSULTING Dr. Schulte-Hillen GmbH
Matthias-Brüggen-Str. 87-89, D-50829 Köln
Telefon: 0221/59700-38, Fax: 0221/59700-90
e-Mail: koch@scientificconsulting.de

 

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